Dienstag, 12. Dezember 2017

Mütze und Schal

Schon seit ein paar Monaten fertig aber erst in den letzten Wochen in Benutzung sind diese beiden.
Die Mütze aus Corriedale-Wolle, der Loop- Schal aus Merino-Sojaseide-Mischung. Beides handgesponnen und gefärbt. Gestrickt mit Nadelstärke 6 ohne große Anleitung. Das Wellenmuster habe ich aus einem Strickbuch und einfach so lange wiederholt, bis die Weite gepasst hat, die Mütze ist simples Zwei-Rechts, Zwei-Links Rippenmuster.
Leider habe ich immer nur dann ans fotografieren gedacht, wenn es kein Licht gab, daher ist die Farbwiedergabe mäßig.




Mittwoch, 6. Dezember 2017

Pilze im Keller

Es gibt noch etliches an Handarbeits-Werkeleien, das darauf wartet, verbloggt zu werden, aber es fehlt aktuell an gutem Licht, sowie Schreibmuße.
Was mich aber gerade beschäftigt, da der Garten buchstäblich auf Eis liegt, sind Pilze. Ein zu empfehlendes Buch ist Das geheimnisvolle Leben der Pilze. Ich habe mir ein paar deppensichere Startersets von Pilzmännchen bestellt und nach einer Woche sehen Shiitake und Austernseitling schon so aus. (Bei Lieferung waren es nur Substrat Quader, man kann den Fruchtkörpern wirklich beim Wachsen zuschauen).



Gleichzeitig habe ich auch noch mit einem Set Champignons und Rosenseitlingen begonnen, für letztere habe ich auf der Arbeit fleißig Kaffeesatz von meinen Kollegen gesammelt.
Da ist aber bisher nur das Mycel mit Wachsen beschäftigt, es gibt noch nichts zu fotografieren.
Gemessen an den Preisen für Zuchtpilze im Supermarkt ist so ein Set nicht günstiger. Sparsamer wird es erst, wenn man sich das Substrat selbst anmischt z.B. mit Strohpellets aus dem Agrarhandel. Aber für völlige Pilzneulinge ist so ein Paket fein. Da kann nicht viel schief gehen, wenn man nicht vergisst zu wässern.

Sonntag, 5. November 2017

Creme für trocken-schuppig-rote Haut

Und noch ein neues Hobby...
Ich habe meine erste Creme gerührt. Also ganz stimmt das nicht, irgendwann im Teenie-Alter habe ich mich schon einmal daran versucht, anhand von einem älteren Kräuterbuch vom Flohmarkt und mit Zutaten aus Apotheke und Drogerie (das war  noch eine echte Drogerie, nicht die Shops wie dm und Rossmann) aber so recht überzeugend war das Gemenge mit viel Lanolin und Bienenwachs damals nicht.
Aber jetzt im Zeitalter von tollen Online-Shops und einem Netz vollgestopft mit Informationen ist es leichter, sich etwas schönes zusammen zu rühren.
Wobei die Informationsflut für blutige Anfänger auch ein Problem sein kann. Schließlich kann jeder schreiben, was er will und den größten Mist als ganz wunderbar verkaufen.
Daher halte ich mich lieber an Bücher als an Foren und Blogs zumindest in der Anfangsphase, bis ich Rezepte besser einschätzen kann.
Derzeit ist meine Wissensgrundlage ein älteres Hobbythekbuch und das Rohstoff-Lexikon von Brigitte Bräutigam.
Danach habe ich mir ein erstes Rezept zusammen getüftelt. Selbstverständlich ist das wieder so ein Hobby, für das man beliebig viel Geld in Ausrüstung investieren kann, das habe ich aber erstmal nicht vor, also wurde einfach mit einem Löffelchen gerührt und verblüfft festgestellt, dass die Küchenwaage, die eigentlich 1g messen kann, sich auch nach Löffeln voll Cetylalkohol nicht bewegt und sich beim langsamen Zutropfen von Jojobaöl gelangweilt selbst ausschaltet. Kleinere Massen sind also nur geschätzt, zum Teil bin ich zwecks Reproduzierbarkeit auf Volumenangaben ausgewichen.

Fettphase:
10 g Tegomuls
5 g Babassuöl
5 g Jojobaöl
38 g Mandelöl
2 g Cetylalkohol

Alles zusammen geschmolzen, mangels Thermometer keine genaue Temperatur-Angabe, eben so warm, dass alles schön schmolz.

Wasserphase:
30 g dest. Wasser
Eine Löffelspitze Harnstoff (200 mg geschätzt)
1 ml d-Panthenol-Lösung (75%)
1 ml Schafgarben-Extrakt
1 ml Glycerin
3 Tropfen ätherisches Grapefruitöl
10 Tropfen Biokons

Wasserphase mit 10 g Fettphase unter Rühren zusammengeschmolzen.
Die Creme ist für meine ziemlich trockenen Hände gedacht, ganz dünn aufgetragen ist sie aber auch im Gesicht angenehm.


Dazu muss nochmals betont werden, ich bin absolute Anfängerin, bevor ich anfange mir alles auf Zetteln zu notieren, schreibe ich es hier nieder, ob das Rezept auch für jemand anders tauglich ist, kann ich nicht beurteilen, niemand wird dazu aufgefordert es nach zu kochen, aber wenn es jemanden dazu inspiriert, sich auch damit zu befassen, umso besser.


Samstag, 4. November 2017

Seife

Es wurde wieder ein Jahresvorrat Seife produziert.

Rezeptur:
1 kg Fettstange (Penny)
50 g Rizinusöl
50 g Mandelöl
10 g Zitronensäure
372 g Wasser
NaOH gemäß Seifenrechner für 8% Überfettung.
1 Esslöffel Duftöl Mairose



Mittwoch, 1. November 2017

Kapuzinerkressen-Pesto

Von wegen kein Fress-Blog, ich kann hier ja schreiben, was ich will und soeben habe ich beschlossen Rezepte, die ich mir merken möchte, hier zu notieren. Dass ich das konsequent betreibe, bleibt zu bezweifeln. Trotzdem kommt gleich Nummer 2.
Mit Bedauern sah ich, wie die kalten Nächte meiner dieses Jahr prächtig wachsenden Kapuzinerkresse zusetzen und so pflückte ich noch rasch einen Mixtopf voll, warf etwas Käse, Walnüsse, Salz und einen großen Schluck Olivenöl drauf, Mixer auf volle Kraft voraus, fertig. Endvolumen ein Marmeladenglas.



Dienstag, 31. Oktober 2017

Halloween-Amerikaner

Gebacken von einer ganz und gar nicht ambitionierten Bäckerin. Ich mache schon einiges in der Küche, aber aus Notwendigkeit nicht aus Begeisterung, das wird hier also sicher kein Foodblog. Derzeit entwickle ich mich zur Müllvermeidungs-, Bioessens-, Alles-selbst-herstell-Terrormutter. Halloween ist also das letzte was ich brauche. Zumindest im Sinne von Zuckerrausch in Tüten. Statt vieler kleiner Schokoriegel zum Verteilen also dieses Amerikaner Rezept dekoriert mit Schokoguss. Einziges Manko, Weißmehl war fast leer und Dinkelvollkorn übertönt leider die orange Lebensmittel-Farbe. Hätte ich besser ein Rezept auf Möhren oder Kürbisbasis genommen, aber dann hätte ich sie gleich alleine essen können.




Mittwoch, 25. Oktober 2017

Blauer Strickpulli






Aus der hier gezeigten selbst gesponnenen und gefärbten BFL-Wolle ist dieser Rundpassen- Pulli entstanden. Ich habe mich grob an die Anleitung aus diesem Buch gehalten. Nach einem weiteren Pulli, den ich noch nicht hier vorgestellt habe, habe ich mich für die größte Kindergröße statt der kleinsten Erwachsenengröße entschieden und dem Rücken ein paar Maschen weniger zugewiesen als der vorderen Hälfte. Gestrickt mit Nadelstärke 6.
Gegen Ende wurde es unerwartet spannend, tatsächlich hat die Wolle gerade so nicht gereicht. Für die letzten paar Runden am einen Ärmelbündchen musste ich dann auf eine ähnlich gefärbte aus meinen allerersten Spinnversuchen von vor einem Jahr ausweichen.
Endgewicht: 500g
Sehr warm und daher bisher noch nicht getragen obwohl schon seit ein paar Wochen fertig.

Heute treffen sich beim Me made Mittwoch wieder alle in selbst gemachter Kleidung, präsentiert heute von Katharina in einem Aufsehen erregenden Mantel.